Für solche Fälle kann es sinnvoll sein, eine Art Notfallplan zusammenzustellen. So kann man in Zeiten ohne Motivation sicherstellen, dass man es sich zumindest so angenehm wie möglich macht – und dadurch auch das Durchhaltevermögen ein bisschen verbessert. Dabei gibt es verschiedene Dinge, die man integrieren kann.
1. Vielleicht kennt ihr es: Man ist nicht besonders motiviert und beginnt mit sich selbst zu diskutieren und das Vorhaben zu zerdenken. Nach dem Motto “Soll ich jetzt wirklich trainieren fahren? Das kostet so viel Zeit… ist das für meinen Körper überhaupt gut? Immerhin war ich gestern erst im Training…” So beginnt man Gründe zu finden, warum man nicht ins Training gehen sollte. Bitte nicht falsch verstehen – Regenerationszeiten sind sehr wichtig und man sollte auch nicht täglich dieselben Muskeln trainieren. Aber wenn man einen Trainingsplan hat, ist dieser im Normalfall durchdacht und auch auf diese Regenerationszeiten abgestimmt. Obwohl man das weiß, beginnt man dann trotzdem manchmal gedanklich mit sich selbst zu diskutieren. Genau aus diesem Grund hilft zum Beispiel die 5-Sekunden-Regel von Mel Robbins: Nicht zu lange darüber nachdenken, von 5 runter zählen, aufstehen und machen. Denn dann kann man gar nicht in diese Diskussion mit sich selbst einsteigen, sondern legt einfach los.
2. Man nimmt sich die Entscheidungen bereits vorher ab – zum Beispiel durch das typische “die Sportkleidung schon am Vorabend raus legen”. Bei mir persönlich ist das vor allem bei der Ernährung der Fall. Wenn ich m Vorabend oder morgens einplane, was ich essen werde, komme ich nicht in die Situation hungrig vor dem Kühlschrank zu stehen und Motivation und/oder Durchhaltevermögen aufbringen zu müssen. Vielmehr weiß ich vorher schon: “Wenn x passiert, mache ich y” also “Wenn ich mittags Hunger habe, esse ich diese Mahlzeit”. Dann gibt es keine Diskussion, sondern es wurde vorab schon beschlossen und wird dann “nur” umgesetzt.
3. Eigentlich kommt die Motivation während der Umsetzung – und zwar durch die kleinen Erfolge im Alltag. Wenn man also zum Beispiel trotzdem ins Training gegangen ist, obwohl man keine Lust hatte, oder wenn man sich an den Ernährungsplan schon eine gewisse Anzahl an Tagen gehalten hat. Daher kann es eine gute Angewohnheit sein, eine Art Erfolgstagebuch zu führen, in dem man genau diese Dinge festhält. Je mehr dieser Erfolge man notiert, desto eher fokussiert man sich im Alltag dann auch auf diese kleinen Erfolge, wodurch man wiederum mehr Motivation bekommt, da man diese kleinen Erfolge und “Belohnungen” zwischendurch hat.
